Sonntag
freies Wochenende: morgens gibt es - wie immer - Frühstück bei Mutti. Wir schauen gemeinsam den Presseclub - ne, kein Kommentar zu den Vorgängen in den Staaten, es ist einfach zu schrecklich -. Später sitze ich eine Zeitlang am Rechner und versuche den neuen Drucker zu installieren, natürlich - großzügig wie ich bin - via W-Lan. Denkste, es klappt nicht, hier ein Fehler, da stimmt was nicht... kurz vor dem verzweifelten Sprung aus dem Fenster, ein letzter Versuch, Virenschutz deaktiviert et voilà, das Teil ist innerhalb von Minuten druckbereit. Warum bin ich da nicht vorher drauf gekommen????
Montag
Spätdienst: es geht alles seinen sozialistischen Gang, die Bewohner wünschen das beliebte Ratespiel, mit einer Bewohnerin spiele ich Memory, das kannte sie gar nicht, nähe noch einen Knopf an und räume einen Kleiderschrank auf. Es gibt immer genug zu tun. Nach Feierabend fahre ich direkt zur Theaterprobe, ist schon merkwürdig, wenn man einfach nur probt ohne bestimmtes Ziel. Wer weiß, wann wir nochmal spielen werden....
Dienstag
freier Tag: vormittags bin ich zum Besuch bei unserer guten Freundin in der Kurzzeitpflege angemeldet, sie hatte gestern Geburtstag. Das Heim ist direkt bei mir nebenan (nein, ich will da nicht arbeiten, ich bin zufrieden, da wo ich bin 😊) Sie hatte vor ein paar Wochen einen leichten Herzinfarkt und Schlaganfall und erholt sich jetzt dort. Doch, sie gefällt mir viel besser heute, als ich sie das letzte Mal sah, war sie gar nicht gut anzusehen. Sie ist orientiert und kann sich im Zimmer frei bewegen. Ich bin über eine Stunde dort. Nächste Woche wird sie nach Hause entlassen, keine Reha, warum auch immer, mal sehen, ob das auch dann klappt. Abends lerne ich weiter meinen Sprachkurs, den ich jetzt wieder aufgenommen habe nach fast einem halben Jahr. Bin überrascht, was ich noch alles weiß.
Mittwoch
Bürotag: in der Nacht geht es mir gar nicht gut, ich verbringe die meiste Zeit im Bad. Morgens bin ich natürlich entsprechend gerädert, aber ich kann in die Arbeit gehen. Ist wohl nur eine Magenverstimmung, keine Anzeichen für eine Infektion. Der Tag ist auch recht gediegen, keine besonderen Vorkommnisse außer dem Tagesgeschäft. Nachmittags falle ich fast sofort ins Bett, der Schlaf der letzten Nacht fehlt mir schon.
Donnerstag
freier Tag: morgens kümmere ich mich um die Wäsche, mittags gibt es Lunch bei Mutti und abends fängt der neue Yoga-Kurs an. Dieses Mal sind es wirklich eine ganze Menge Teilnehmer, ich habe die Möglichkeit, mich in einer Ecke auszubreiten, auch wegen des Abstandes, man weiß ja nie.
Freitag
Spätdienst: der mittlerweile fixe Ablauf: ich backe ohne Ende Waffeln, ich kann auch die Kollegen noch mit versorgen. Dieses mal habe ich hellen und dunklen Teig bestellt, es gibt zweifarbiges Gebäck. Allerdings lässt das Eisen nach, wir brauchen wohl ein Neues, denn man kann den Unterschied gar nicht sehen. Trotzdem ist am Ende fast nix mehr übrig. Abends telefoniere ich kurz mit Mutti, alles gut, dann lerne ich noch eine Lektion und falle danach ins Bett.
Samstag
Spätdienst: heute ist die Friseurin im Haus, dann darf ich noch die restlichen Kunden hinbringen. Dann muss ich mich mit der Wochenendroutine sputen, gestern habe ich kaum was geschafft und Montag morgen steht ein Arzttermin in Siegen mit einer Bewohnerin an. Es wird nicht langweilig bei uns.
verlinkt bei Andrea

1 Kommentar:
Guten Morgen,
hab dank das ich an deiner Woche teilhaben durfte. Das war ein schöner Einblick. ;-)
Ich wünsche dir einen guten Wochenstart und pass gut auf dich auf.
Allerliebste Grüße aus Heidelberg
Annette
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